Tiere eignen sich nicht als Geschenk

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Alle Jahre wieder wünschen sich ungezählte Kinder ein eigenes Tier - wenn möglich ein Kuscheltierchen - als Weihnachtsgeschenk. Paten, Eltern und andere nahe Bezugspersonen können solchen Wünschen selten oder nur schwer widerstehen. Auch den Tierschutz fragen viele Leute an, wie sie sich nun verhalten und welche Tiere sie allenfalls anschaffen sollen.

 

 

Grundsätzlich stellt fast jedes Tier, das artgerecht gehalten werden kann, einen wunderbaren Freund und Begleiter dar - egal, ob es sich dabei um einen Hund, eine Katze oder ein kleines Nagetier handelt. Indem Kinder für ein Haustier zu sorgen haben, lernen sie, Verantwortung für ein Lebewesen zu übernehmen. Und sie lernen zu beobachten, und sie erkennen, dass sie verschiedene Bedürfnisse des Haustieres berücksichtigen müssen. Nicht zuletzt haben sie einen lieben, kleinen Tröster gefunden, dem sie ihren Kummer erzählen können, wenn ihnen sonst niemand zuhört.

Tiere im Allgemeinen und Hunde im Besonderen fördern zudem den Kontakt zu anderen Kindern. Unsichere Buben und Mädchen fühlen sich zudem beschützt und sicherer; einsame Kinder fühlen sich seltener allein gelassen. WelchenWert ein Tier für Kinder darstellt, haben Psychologen längst erkannt und beziehen sie in die Therapie ein.

Falls sich Eltern entschliessen, ein Tier anzuschaffen, müssen sie sich vergewissern, ob alle Familienmitglieder damit einverstanden sind. Auch müssen sie wissen, dass das beschenkte Kind die Verantwortung für den neuen pelzigen oder gefiederten Hausfreund nie alleine übernehmen kann. Hier müssen sich vor allem die Mütter bewusst sein, dass zusätzliche Arbeit auf sie zukommt.

Im Gegensatz zu Spielzeugen, die Kinder weglegen können, wenn sie ihnen nicht mehr passen, hat man für das neue Haustier jahrelang zu sorgen. Je nach Tier bedeutet dies, dass man es bis über vierzehn Jahre lang tagein, tagaus zu füttern hat, mit ihm spazieren gehen muss und es zu pflegen hat - und dies alles artgerecht.

Zu berücksichtigen ist, dass Kinder eine Entwicklung durchmachen und deshalb sich ihre Interessen dauernd ändern. Dann bleibt auf einmal die Arbeit bei der Mutter hängen, etwa das Ausmisten eines Käfigs oder der tägliche Spaziergang mit Fido.

Nicht selten entwickeln sich die süssen Jungtiere nach den Festtagen zu überflüssigen "Sachen", die man leider nicht wie einen Furby ab- und in die Ecke stellen kann. Auch kann man gebrauchte Tiere nicht problemlos im Brockenhaus oder beim Tierschutz entsorgen. Das sollten Sie, liebe Eltern, Paten, Onkeln und Tanten, beim Schenken von Tieren bedenken.