Älteren Tieren eine Chance geben

Drucken

“Ich möchte einen älteren Hund” – wir wären glücklich, wenn wir diesen Satz öfters zu hören bekämen. Selbst ältere Menschen kommen oft mit dem Gedanken ins Tierheim, sich einen Welpen oder jungen Hund anzuschaffen. Familien mit Kindern scheuen vor einem älteren Hund zurück, weil er womöglich nicht kinderfreundlich ist.

Es gibt unzählige Vorurteile:
Ein älterer Hund gewöhnt sich nicht mehr ein, man kann ihn nicht mehr erziehen, hat Verhaltensstörungen weil er im Tierheim war und stirbt zu schnell wieder weg.

Schade, der Hund selbst könnte die meisten Vorurteile selbst binnen kürzester Zeit zerstreuen, wenn er nur die Chance dazu bekäme.

Die meisten Hunde landen im Tierheim wegen Zeitmangel, Wohnungswechsel, Scheidung, Hausverkauf oder weil sie ein unüberlegtes Geschenk waren. Die Tiere sind also unschuldig im Tierheim abgegeben worden. Zwar wollen viele Tierheim- Besucher armen Hunden helfen, aber der Wille endet oft vor dem Alter.

Ein junger Hund ist sehr anstrengend durch sein Temperament und Laufbedürfnis, er muß entsprechend erzogen werden. Jeder, der einen jungen Hund bei sich aufnehmen will, sollte sich vorher fragen, ob er trotz Familie und Haushalt die nötige Zeit und Kraft für einen kleinen “Wirbelwind” aufbringen kann.

Ein älterer Hund ist ausgeglichen, stubenrein, erzogen und bleibt auch mal allein, ohne Möbel und Teppiche anzuknabbern.

ZULETZT: Unsere Tiere sollen ein endgültiges Zuhause bekommen, deshalb wird jeder Interessent ausführlich beraten und mit den Eigenschaften des Tieres bekannt gemacht. Mensch und Tier müssen schließlich zusammenpassen und bis zuletzt ein glückliches Zusammenleben genießen können. 5 oder 7 Jahre mit einem älteren Hund zu verbringen ist auch eine lange Zeit!

Heidi Källner