Amy

Drucken PDF

altUnsere Amy,

  Dank der Unterstützung des Nürnberger Tierheims hat sie endlich ein passendes Zuhause gefunden ! Soooo schön

Liebes Tierheim-Team,

wir wollten uns mal wieder bei Ihnen melden und aus Amys Leben berichten, nachdem sie nun ja schon seit März 2013 bei uns in Nürnberg wohnt. Dazu auch ein paar Bilder unserer wilden Hummel...

An Pfingsten 2014 war Amy mit uns im Urlaub an der Ostsee (Bansin auf Usedom) und fand den Strand total super. Zusammen mit unserem Sohn Andreas hat sie den ganzen Tag gebuddelt – er hat Burggräben ausgehoben, sie hat ihren Ball hineingeworfen und danach gegraben. Er hat Sandburgen aufgehäuft – sie hat sich darauf gelegt und die erhöhte Liegeposition genossen.

Das Meer war ihr anfangs nicht so geheuer, da die Wellen auf sie zukamen und sie nicht so viel von Wasser hält – sie schwimmt nicht, geht nur soweit rein, wie sie stehen kann. Gegen Ende der Urlaubswoche hat sie sich jedoch mit gewohnter Todesverachtung in die Wellen geworfen und ihren Ball gerettet – sogar bei starkem Wind.

In den Sommerferien war sie dann wieder mit im Urlaub in der Steiermark/ Österreich, wo sie an ihrer Angst vor Pferden arbeiten konnte. Wir waren mit ihr auf einem Pferdemarkt und haben täglich die Pferde unseres Gastwirts besucht. Zum Schluss konnte sie relativ entspannt dabei sein – mal sehen, was sie sich für den nächsten Sommer gemerkt hat J.

Für Ausflüge und Wanderungen hat sie einen eigenen Rucksack bekommen, den sie gerne und stolz mit ihren Sachen darin trägt. Auch eine Gondelfahrt bis auf 2.000 m und die anschließende Wanderung zurück ins Tal hat sie problemlos mitgemacht.

Im Haus ist unsere Amy eine ganz, ganz liebe kuschelige Hundemaus. Mit unseren zwei Main-Coon-Damen versteht sie sich gut – allerdings haben eindeutig die beiden Katzen das Sagen. Unseren Garten liebt sie und ist – vor allem im Sommer – regelmäßig draußen und nimmt Sonnenbäder. Dazu wälzt sie sich genussvoll im Gras und bleibt dann meist eine ganze Weile auf dem Rücken liegen und lässt sich die Sonne auf den Bauch scheinen. Auch mit unserem Sohn Andreas (inzwischen 11) und dessen beiden besten Freuden versteht sie sich super. Im Sommer kann man die Jungs und sie unbesorgt im Garten Ball spielen lassen, da Amy bei den Jungs aufpasst und sich etwas zurücknimmt – ganz im Gegensatz zu Ihrer sonstigen rüpeligen und eher grobmotorischen Art.

Den 1 ½ Jahre alten Cousin von Andreas liebt sie auch sehr und ist hier extra vorsichtig. Sie legt sich ganz ruhig hin und beobachtet, wie der Kleine um sie herumläuft. Sie lässt sich von ihm auch viel gefallen und ist sehr geduldig mit ihm. Allerdings versucht sie immer ihn abzuschlecken. Da sie nicht ins Gesicht darf, schleckt sie ihm jetzt immer ins Ohr – gefällt ihm natürlich auch nicht J.

Außerhalb des Hauses ist unser Hundemädchen leider etwas schwieriger...

Fremde Hunde kann sie nicht leiden – egal ob Männlein, Weiblein oder noch Hunde-Kind.

Wir haben es jedoch geschafft, dass sie sich mit neun Hunden versteht, wovon vier richtig gute Hundefreunde zum Toben sind – von der kleinen Jack-Russel-Terrier-Hündin bis zum großen Weimaraner-Rüden. Zum neu Kennenlernen sind junge Hunde zwischen sechs und acht Monaten am besten geeignet – und mag sie erstmal einen Hund, dann hält das auch, wenn dieser erwachsen wird.

Ähnlich ist es auch mit Menschen. Sie hat kein Interesse an fremden Menschen und will ihre Ruhe. Hat sie aber jemanden in ihr Herz geschlossen, dann wird er stürmisch und mit überschäumender Freude begrüßt.

Nach nunmehr fast zwei Jahren bei uns ist Amy nun angekommen. Sie fühlt sich hier wohl, ist gerne hier und möchte auch nicht mehr weg. Bei uns angekommen ist sie mit der Einstellung: „Na mal sehen, wie es in diesem Zuhause auf Zeit so ist und wie lange ich diesmal bleibe". Jedes halbe Jahr länger, das sie bei uns war, hat hier Fortschritte und auch Erleichterung gebracht nach dem Motto „Puh, ich bin immer noch hier". Allerdings hat sie auch ganz schön getestet, ob wir sie auch dann behalten, wenn sie sich daneben benimmt.

Den größten Fortschritt hin zu Entspannung und auch Vertrauen hat sie jedoch gemacht als wir uns im vergangenen Frühjahr an eine Tierkommunikatorin wandten und diese mit ihr gesprochen hat. Amys Vorleben war halt nicht einfach – deshalb tut es ihr auch gut, oft von uns zu hören, dass wir sie lieben und sie für immer bei uns bleiben darf.

Um unsere Amy noch besser zu verstehen, haben wir im November auch an einem Workshop zur Rudelstellung mit ihr teilgenommen, wo sie von Barbara Ertel als „Vorderer Leithund" eingeschätzt wurde. Dadurch sind etliche ihrer „Maken" und Verhaltensweisen sowie die Reaktionen anderer Hunde auf sie nachzuvollziehen und besser einzuordnen (nähere Informationen dazu auf www.rudelstellungen.eu).

Natürlich gäbe es noch viel mehr über unser Hundchen zu erzählen, wie z. B. dass sie es liebt mit ihrem Herrchen zu toben, dass sie uns auf unseren Bogensport-Parcours begleitet oder dass sie das Autofahren inzwischen nicht mehr „zum Kotzen" findet, sondern meist ganz gerne einsteigt, weil sie dann dabei sein darf – aber dann würde diese Mail noch länger... J

Wir sind jedenfalls sehr froh, unsere Rabaukin gefunden zu haben und freuen uns auf noch viele gemeinsame Jahre mit ihr!

Wir wünschen Ihnen und Ihren Schützlingen einen guten Start in ein gesundes und glückliches neues Jahr 2015.

Viele liebe Grüße aus Nürnberg

Von Familie Höfler mit Amy und den Katzen Grace und Mariza